Das Google-Unternehmensprofil für Ihr Reisebüro erstellen und pflegen
So erstellen Sie das Google-Unternehmensprofil Ihres Reisebüros kostenlos: vorhandenes Profil übernehmen, per Video bestätigen, Name nach Googles Regeln, Öffnungszeiten, Fotos und Beiträge.
Kurz gesagt: Das Google-Unternehmensprofil erstellen Sie kostenlos unter business.google.com/add, Sie brauchen dafür ein Google-Konto. Suchen Sie vorher in Google Maps, ob es Ihr Reisebüro schon gibt, und übernehmen Sie dann dieses Profil, statt ein zweites anzulegen. Anschließend bestätigen Sie, dass Sie das Büro führen, zum Beispiel per Video, Telefon oder E-Mail; die Prüfung dauert bis zu fünf Arbeitstage. Danach zählen der echte Name ohne Zusätze, aktuelle Öffnungszeiten auch an Feiertagen und eigene Fotos von Büro und Team.
Wozu das Profil für ein Reisebüro dient
Wer „Reisebüro“ und seinen Ort sucht, sieht in Google und in Google Maps oft zuerst die Unternehmensprofile: Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Bewertungen und Fotos. Von dort aus rufen Kunden mit einem Fingertipp an oder öffnen Ihre Website.
Welche Profile Google zeigt, hängt nach Googles eigener Aussage vor allem von drei Dingen ab: Relevanz (passt das Profil zur Suche), Entfernung zum Suchenden und Bekanntheit. In die Bekanntheit fließen unter anderem die Zahl der Websites ein, die auf Ihr Unternehmen verweisen, und die Zahl der Rezensionen. Ein besseres Ranking lässt sich bei Google nicht kaufen (Google-Hilfe). Was Sie beeinflussen können, sind vollständige und richtige Angaben.
Schritt 1: Prüfen, ob es Ihr Reisebüro schon gibt
Suchen Sie in Google Maps nach Ihrem Namen und Ort. Manchmal gibt es schon einen Eintrag, etwa vom früheren Inhaber oder von einer Agentur, die einmal für Sie gearbeitet hat. Je nach Fall gehen Sie unterschiedlich vor:
| Was Sie finden | Was Sie tun |
|---|---|
| Kein Eintrag | Neues Profil anlegen (Schritt 2) |
| Ein Eintrag, der noch nicht bestätigt ist | Unter business.google.com/add Namen eingeben, den Eintrag auswählen und Anspruch darauf erheben (Google-Hilfe) |
| Ein bestätigter Eintrag, den jemand anderes verwaltet | Über business.google.com/add den Eintrag auswählen und mit „Zugriff anfordern“ die Inhaberschaft beantragen (Google-Hilfe) |
Beim Antrag auf Inhaberschaft bekommt der bisherige Inhaber eine E-Mail und hat drei Tage Zeit zu antworten. Antwortet er nicht, können Sie unter Umständen selbst Anspruch erheben; Google schreibt dazu, dass diese Option nicht immer verfügbar ist.
Legen Sie kein zweites Profil an, um den alten Eintrag zu umgehen. Google erlaubt für jeden Standort nicht mehr als eine Seite, auch verteilt auf mehrere Konten (Google-Richtlinien). Haben Sie zwei Filialen, bekommt jede ihr eigenes Profil.
Schritt 2: Das Profil anlegen
Sie brauchen ein Google-Konto. Das kann ein Gmail-Konto sein oder ein Konto mit einer anderen E-Mail-Adresse (Google-Hilfe). Nehmen Sie eine Adresse, die zum Büro gehört, etwa die allgemeine Adresse Ihres Reisebüros, nicht das private Konto einer Mitarbeiterin. Sonst stehen Sie nach einem Personalwechsel selbst vor dem Antrag auf Inhaberschaft.
Rufen Sie dann business.google.com/add auf, klicken Sie auf „Unternehmen zu Google hinzufügen“ und folgen Sie den Schritten. Das Profil ist kostenlos (Google-Hilfe). Für die wichtigsten Angaben gelten Googles Richtlinien (Google-Richtlinien):
- Name: genau so, wie er an Ihrem Büro steht. Zusätze wie Werbesprüche, Öffnungszeiten, Telefonnummern, Angebote oder Ortsangaben sind nicht erlaubt. „Reisebüro Seeblick“ ist richtig, „Reisebüro Seeblick Kreuzfahrten günstig“ nicht. Steht der Ort wirklich im Namen, gehört er auch ins Profil.
- Kategorie: so wenige wie möglich, aus Googles Liste, passend zu Ihrem Kerngeschäft. Eigene Kategorien lassen sich nicht anlegen, und Kategorien sind nicht als Suchbegriffe gedacht (Google-Hilfe).
- Adresse: die Adresse, an der Kunden Sie besuchen. Postfächer und virtuelle Büros sind nicht erlaubt.
- Öffnungszeiten: Ihre üblichen Zeiten. Eine Mittagspause tragen Sie als zwei Zeiträume am selben Tag ein (Google-Hilfe).
- Telefon und Website: die Nummer, unter der das Büro erreichbar ist, und Ihre eigene Website.
Mobile Reiseberater und Homeoffice
Ein Profil bekommt, wer einen Standort hat, den Kunden besuchen können, oder wer Kunden bei ihnen vor Ort berät. Mobile Reiseberater, die zu ihren Kunden fahren, legen ein Profil mit Einzugsgebiet an. Reine Online-Unternehmen kommen nach Googles Regeln nicht infrage, und Angestellte dürfen für sich kein eigenes Profil erstellen (Google-Richtlinien).
Schritt 3: Bestätigen, dass Ihnen das Büro gehört
Welche Wege Sie zur Bestätigung angeboten bekommen, legt Google automatisch fest, das lässt sich nicht ändern. Möglich sind Telefon oder SMS, E-Mail, ein Live-Videoanruf (nur zu Ihren Öffnungszeiten) und eine Postkarte. Die meisten Postkarten kommen innerhalb von 14 Tagen an, der Code darauf läuft nach 30 Tagen ab. Die Prüfung dauert bis zu fünf Arbeitstage, selten länger (Google-Hilfe).
Bietet Google eine Bestätigung per Video an, empfiehlt Google selbst diesen Weg. Dafür gilt (Google-Hilfe):
- Sie nehmen das Video live mit dem Smartphone über Ihr Unternehmensprofil auf und laden es dort hoch, mindestens 30 Sekunden lang. Vorher aufgezeichnete Videos zählen nicht.
- Zeigen Sie die Umgebung: Straßenschild, Hausnummer, Nachbargeschäfte.
- Der Name Ihres Reisebüros muss auf etwas fest Angebrachtem zu sehen sein, etwa am Schild, an der Wand oder im Schaufenster.
- Zeigen Sie, dass Sie das Büro führen. Google nennt als Beispiele das Öffnen der Kasse oder den Zutritt zum Lager.
- Nicht ins Bild gehören Kontonummern, Steuer- oder Ausweisnummern, private Angaben und die Gesichter anderer Menschen. Drehen Sie also, wenn keine Kunden im Büro sind.
Schritt 4: Das Profil vollständig machen
Öffnungszeiten, auch an Feiertagen
Für Feiertage, Brückentage und kurze Schließungen tragen Sie spezielle Öffnungszeiten ein (Google-Hilfe). Das spart Kunden den Weg vor eine verschlossene Tür. Prüfen Sie dabei, ob Profil, Website und Türschild dieselben Zeiten nennen.
Fotos von Büro und Team
Google empfiehlt mindestens drei Außenaufnahmen, damit Kunden Ihr Büro wiedererkennen, mindestens drei Innenaufnahmen und mindestens drei Fotos von Geschäftsleitung und Mitarbeitern (Google-Hilfe). Dazu kommen Logo und Titelbild. Fotos laden Sie als JPG oder PNG mit 10 KB bis 5 MB hoch, empfohlen sind 720 mal 720 Pixel (Google-Hilfe).
Auch Kunden können in Google Maps Fotos zu Ihrem Profil posten, das lässt sich nicht verhindern (Google-Hilfe). Umso wichtiger sind eigene gute Bilder: Ihr Team, wie es wirklich aussieht, und Ihr Büro von der Straße aus.
Beiträge
Im Profil können Sie Beiträge veröffentlichen: „Aktuelles“, „Angebote“ und „Veranstaltungen“. Ein Angebot braucht Titel, Datum und Uhrzeit, passend etwa für ein Frühbucherangebot mit Ablaufdatum; eine Veranstaltung für einen Infoabend zu Kreuzfahrten. Ein Knopf unter dem Beitrag kann auf die passende Seite Ihrer Website führen. Beiträge lassen sich im Voraus planen, Beiträge ohne Zeitraum werden nach sechs Monaten archiviert (Google-Hilfe).
Schreiben Sie keine Telefonnummer in den Text eines Beitrags. Google lehnt solche Beiträge unter Umständen ab, wenn die Nummer nicht bestätigt werden kann; nutzen Sie stattdessen den Knopf „Jetzt anrufen“ (Google-Richtlinien).
Terminlink und Bewertungen
Bieten Sie Online-Termine an, tragen Sie die Adresse Ihrer Buchungsseite im Profil als Link mit der Aktion „Termin vereinbaren“ ein (Google-Hilfe). Was die Buchungsseite können sollte, steht im Ratgeber Online-Termine im Reisebüro.
Aus dem Profil kopieren Sie auch den Link, über den Kunden Sie direkt bewerten. Wie Sie fair um Bewertungen bitten und darauf antworten, beschreibt der Ratgeber Google-Bewertungen bekommen.
Vorsicht bei Anrufen „von Google“
Google warnt vor Anrufern, die vorgeben, „mit Google“ oder „für Google“ zu arbeiten. Google selbst fragt Sie am Telefon nie nach Zahlungsinformationen und garantiert keine bevorzugte Platzierung. Gibt sich jemand am Telefon als Google aus, legen Sie auf und melden den Anruf über Googles Webformular (Google-Hilfe). Echte Nachrichten von Google gibt es auch: Google meldet sich gelegentlich automatisch per Anruf, SMS oder WhatsApp (Google-Hilfe), aber nie mit der Bitte um Geld.
Profil und Website gehören zusammen
Das Profil beantwortet die schnellen Fragen: Wo, wann geöffnet, welche Nummer. Ob Ihr Team zu einer Reise wirklich etwas zu sagen hat, sieht ein Kunde erst auf Ihrer Website: Ihre Reisearten, Ihr Team, ein Weg zur Anfrage auch nach Feierabend. Was auf eine solche Website gehört, steht im Ratgeber Eine Website für Ihr Reisebüro erstellen.
Das Profil selbst legen Sie in Ihrem eigenen Google-Konto an und bestätigen es selbst, denn Google verlangt den Nachweis, dass Sie das Unternehmen führen oder vertreten. SendSite baut Reisebüros die Website, auf die das Profil verweist, und im Abo Business Class die Online-Terminbuchung, deren Adresse Sie als Terminlink eintragen. Im Kundenportal finden Sie außerdem Ihren Google-Bewertungslink als Kurzlink und als QR-Karte für die Theke. Einzelheiten stehen unter Produkt und Preise.
Häufige Fragen
Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?
Nein. Google stellt das Profil kostenlos bereit. Eine bessere Platzierung in den lokalen Ergebnissen lässt sich auch gegen Bezahlung nicht erreichen.
Kann ich das Profil ohne Google-Konto erstellen?
Nein, ein Google-Konto brauchen Sie. Es muss aber kein Gmail-Konto sein, Sie können auch die E-Mail-Adresse Ihres Reisebüros verwenden.
Wie lange dauert die Bestätigung?
Die Prüfung dauert bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger. Bei der Bestätigung per Postkarte kommt der Code meist innerhalb von 14 Tagen und ist 30 Tage gültig.
Ein früherer Mitarbeiter verwaltet unser Profil. Was tun?
Beantragen Sie über business.google.com/add die Inhaberschaft. Der bisherige Inhaber hat drei Tage Zeit zu antworten. Bleibt die Antwort aus, können Sie unter Umständen selbst Anspruch auf das Profil erheben.
Darf ich „Kreuzfahrten“ oder den Ort in den Namen schreiben?
Nur, wenn es wirklich zu Ihrem Namen gehört, so wie er am Büro steht. Zusätzliche Begriffe, Werbesprüche oder Ortsangaben im Namen verstoßen gegen Googles Richtlinien.
Kann ich als mobile Reiseberaterin ein Profil anlegen?
Ja, wenn Sie Kunden bei ihnen zu Hause beraten: Dann legen Sie ein Profil mit Einzugsgebiet an. Wer ausschließlich online berät, bekommt nach Googles Regeln kein Profil.
